Löschzug Sande

Freiwillige Feuerwehr Paderborn

 Mit noch recht primitiver Gerätschaft und einem Pferdefuhrwerk, aber großem Idealismus, gründeten Sander Männer 1932 die Feuerwehr Sande. Aus der bis 1975 eigenständigen Feuerwehr Sande, Sande war bis dato noch selbständige Gemeinde, entstand ein moderner Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Paderborn. 40 gut ausgebildete Kameraden leisten ehrenamtlichen Dienst für ihre Mitbürger. Die schlagkräftige Truppe ist fester Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr Paderborn. Gemeinsam mit den hauptamtlichen Kameraden der beiden Feuerwachen in Paderborn, gewährleisten die Löschzüge in den Ortsteilen Sicherheit und Hilfeleistung rund um die Uhr.

Waren es in der Vergangenheit vermehrt die Brandeinsätze, die die Sander Wehr zu ihren Einsätzen riefen, so kennzeichnen heute überwiegend die technischen Hilfeleistungen den Feuerwehralltag. Die Einsatzstatistiken zeigen immer wieder aktuell, dass in unserer hochtechnisierten Zeit die Gefahren für Leib, Leben, Hab und Gut trotz Reglementierungen, Gesetzen und Auflagen nicht weniger, sondern eher mehr geworden sind. In 2-wöchigem Rhythmus werden während der Dienstabende feuerwehrtechnische Kenntnisse vermittelt, Grundlagen wiederholt und der sichere Umgang mit Technik und Gerät geübt. Körperliche Fitness, Fachwissen, Erfahrung und Zusammenhalt sind Grundlagen für die Einsatzbereitschaft der Kameraden und damit des gesamten Löschzuges.
Der Löschzug Sande verfügt heute über 2 Feuerwehrgroßfahrzeuge mit umfangreichem technischen Gerät, einem Mannschaftswagen und einem, durch den Kreisverband der Feuerwehr Paderborn beschafften Mehrzweckboot.
Das schmucke Feuerwehrhaus an der Ostenländer Straße wurde in den vergangenen Jahren mit großem Eigenleistungsanteil mehrfach erweitert und saniert. Es präsentiert sich heute als ein funktionales und dem heutigem Stand einer leistungsfähigen Feuerwehr angepasstem Domizil, auf das die Sander Wehrmänner zu Recht stolz sind. Auch auf diesem Wege sei den Sponsoren und Freunden des Löschzuges für ihre stete Unterstützung ausdrücklich gedankt.

Der Nachwuchs findet den Weg zur Feuerwehr über die Jugendfeuerwehren, aber auch, und das ist besonders erfreulich, über die Sander Jugend. Das Eintrittsalter in die aktive Feuerwehr ist 18 Jahre.
Der Löschzug Sande ist dankbar für die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarzügen Schloss Neuhaus und Elsen, die hervorragende Jugendfeuerwehren in ihren Reihen wissen. Die topographische Entfernung zur Kernstadt Paderborn und damit zu den Feuerwachen, sowie die Einhaltung von durch den Gesetzgeber vorgegebenen Hilfsfristen, erfordert rasches und engagiertes Ausrücken zu den Einsätzen, in Tages- und Nachtstunden. Nicht jeder Arbeitgeber ist begeistert, wenn sein Mitarbeiter des Öfteren seinen Arbeitsplatz verlässt, um uneigennützig Hilfe zu leisten. Den Arbeitgebern, im Besonderen den heimischen, gilt da herzlicher Dank.

Für Sande leistet der Löschzug manch großen, man könnte meinen schon selbstverständlichen Beitrag zum Gemeindeleben. Seit der Gründung des Sander Gemeindeforums e.V. ist er dessen engagiertes Mitglied.

So leisten die Kameraden neben den Sicherheitswachen in den Paderborner Veranstaltungshäusern auch immer wieder gerne Hilfe bei den heimischen Vereinsaktivitäten und Festen. Dies mag auch ein Indiz für eine gewisse Bodenständigkeit und Bescheidenheit der Feuerwehr in unserem schönen Sande sein.

Gerne sind die Kindergartenkinder im Feuerwehrhaus zu Gast. Spielerisch werden sie mit den Gefahren im Umgang mit dem Feuer vertraut gemacht. Nicht nur die ganz Kleinen, auch die Kinder der Grundschule lassen sich regelmäßig für die Feuerwehr begeistern.

Seit 3 Jahren organisiert der Löschzug Sande, gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Schloß Neuhaus und dem Blutspendedienst Münster, 2 regelmäßige Blutspendetermine im Jahr. Weit über 100 Spender nutzen regelmäßig diese Gelegenheit und freuen sich über die nette, familiäre Atmosphäre, die die „Feuerwehrfrauen“ im Schulungsraum bereiten.

Diese kurze Vorstellung der umfangreichen Aktivitäten der Feuerwehr in Sande wollen wir auch nutzen, um uns ganz ausdrücklich bei unseren Frauen zu bedanken. Ohne deren Unterstützung ist der ehrenamtliche Dienst in der Feuerwehr nicht möglich!